Neuigkeiten
Die 8. internationale Hebammen Konferenz am 4.5. und 5.5. ist beendet und hat mit mehr als 300 Teilnehmenden gezeigt: die Hebammenwissenschaft ist geprägt von Kontinuität und Wandel – strategisch, politisch und wissenschaftlich.
Die DGPM richtete hierzu ein Grußwort aus und wünschte einen guten wissenschaftlichen Diskurs und zwei erfolgreiche Tage.
Als älteste deutsche Fachgesellschaft im Bereich der Perinatalen Medizin wünschen wir die wertvolle, vertrauensvolle und respektvolle Zusammenarbeit mit der Hebammenwissenschaft als junger aufstrebender Wissenschaftszweig politisch sowie in Forschung, Lehre und Versorgung weiter auszubauen.
Es ist unsere gemeinsame Überzeugung, dass die Berücksichtigung aller Perspektiven und Sichtweisen der Akteur:innen einer multiprofessionellen Versorgung den größten Gewinn für Frau*, Kind und Familie rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett darstellt. Bei aller Kontroverse ist unser Handeln von dem gemeinsamen Wunsch nach bestmöglicher Versorgung geleitet mit Respekt und unter Einbeziehung der Wünsche und individuellen Vorstellungen der Frau* - und auf dem Boden der Evidenz.
Gemeinsam die Perinatale Versorgung für zukünftige Generationen nachhaltig gestalten.
Am 03. Dezember 2025 verstarb der Nestor der deutschen Plazenta- und Paidopathologie im Alter von 87 Jahren in Berlin. Für seine Verdienst um die Entwicklung der Perinatalmedizin wurde im Jahre 2019 Prof. Vogel der MATERNITÉ -Preis verliehen - die höchste Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Perinatale Medizin, deren Mitglied er seit ihrer Gründung 1967 war.
Martin Vogel wurde am 13.09.1938 Dobbrikow, einem Dorf südlich von Berlin geboren. Nach seinem Abitur in West-Berlin und Studium in Homburg/Saar und an der Freien Universität Berlin begann er seinen beruflichen Weg im Institut für Pathologie am Krankenhaus Berlin-Moabit. Durch seinen Chef Karlferdinand Kloos wurde er für die Pathologie der Perinatalperiode sensibilisiert, dass dann zum zentralen Thema seines wissenschaftlichen Oeuvres über die folgenden Jahrzehnte werden sollte. 1975 verteidigt an der FU Berlin seine Habilitationsschrift zum Thema „Plazentagröße und -struktur als Voraussetzung für den Wachstumsstand des reifegeborenen Kindes bei der Geburt, mit besonderer Berücksichtigung der Plazentationsstörung“. Schon 1976 wird er auf die Professur für Allgemeine Pathologie und Pathologischen Anatomie der FU Berlin berufen, wo er 1977 Leiter der neugegründeten Abteilung für Paidopathologie und Plazentologie wurde. Diese Position begleitet er auch nach dem Umzug 1990 in den neuen Charité-Campus am Virchow-Klinikum bis zu seiner Emeritierung 2002.
Durch seinen innovativen Ansatz der Feto-Plazentaren Einheit, d.h. Plazentamorphologie und -funktion konsequent mit dem fetalen Wachstum und Reifung zusammen zu denken, wurde er zu einem Motor der Perinatalen Medizin in Deutschland und Europa. Durch ihn angestoßen etablierte sich in der klinischen Praxis, dass zu der Diagnostik eines kranken Neugeborenen immer auch die patho-anatomische quantifizierte Plazentauntersuchung dazu gehört. Und er selbst setzte dieses auch im klinischen Alltag mit der Etablierung interdisziplinärer Perinataler Konferenzen zur Besprechung von Totgeburten und neonatal verstorbenen Kindern an der FU Berlin und später der Charité um.
In seiner wohl einflussreichsten Publikation, dem „Atlas der morphologischen Plazentapathologie“, fasste Professor 1992 seine umfassenden Kenntnisse zusammen und prägte über Jahrzehnte die Plazentologie weltweit. Eine Neuauflage dieses Standardwerkes in englischer Sprache erschien 2019.
Auch nach seiner Emeritierung blieb Prof. Vogel wissenschaftlich aktiv und gab seinen reichen Erfahrungsschatz in Tutorials, Vorträgen und Gastvorlesungen im In- und Ausland weiter. Seine letzte Publikation datiert vom Jahr 2022 – natürlich zu einem Plazenta-Thema!
Wir gedenken einem der Pioniere der Perinatalen Medizin, der Wege aufgezeigt hat, auf denen seine Nachfolger auch in Zukunft unseres Faches gestalten werden.
Für die DGPM
Prof. Dr. Ekkehard Schleußner
Prof. Dr. Joachim Dudenhausen
Unser Präsident, Prof. Dr. Mario Rüdiger, spricht im Podcast The Incubator über die Zukunft der Neonatologie: individuelle Versorgung, die Rolle der Familien und neue Wege in der Ausbildung.
In der aktuellen Folge des Podcasts „Puls der Transformation“ spricht Prof. Dr. Mario Rüdiger, Präsident der DGPM, über die Sicherheit von Neugeborenen in Deutschland.
Obwohl Deutschland medizinisch gut aufgestellt ist, liegt die Neugeborenensterblichkeit nur im europäischen Mittelfeld, Länder wie Portugal haben uns überholt.
Woran liegt das? Und was muss sich ändern, damit alle Kinder sicher ins Leben starten können?
Jetzt reinhören und mehr über die Herausforderungen und Chancen in der perinatalen Versorgung erfahren:
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Neugeborene mit perinataler Asphyxie benötigen sofortige Hilfe, besonders wenn sich eine hypoxisch-ischämische Enzephalopathie entwickelt. Eine neue Analyse von 20 deutschen Kühlzentren zeigt, wie häufig therapeutische Hypothermie (TH) eingesetzt wird und wie viele betroffene Kinder dafür verlegt werden müssen. Überraschend: Auch Geburtskliniken mit niedriger Risikoeinstufung weisen ähnliche TH-Raten auf wie spezialisierte Zentren.
Warum eine stärkere Zentralisierung nötig ist und welche Rolle pädiatrische Expertise in Geburtskliniken spielt, erfahren Sie im vollständigen Artikel.
Die Geisenhofer-Stiftung schreibt jährlich einen Preis aus, der jeweils im Rahmen des BGGF-Kongresses verliehen wird.
Die nächste Preisverleihung ist für den BGGF-Kongress 2026 in Augsburg vorgesehen.
Preishöhe
7.500 €
Einsendeschluss
28. Februar 2026
Der Stiftungspreis unterstützt die wissenschaftliche Arbeit von jungen Wissenschaftlern/-innen im Bereich der Geburtshilfe,
deren Ergebnisse eine unmittelbare Bedeutung für die praktische Tätigkeit des Geburtshelfers haben.
Bewerber schicken bitte ihren Lebenslauf zusammen mit der wissenschaftlichen Arbeit, die sie für preiswürdig halten,
an den Stiftungsvorstand. Arbeiten, für die bereits ein Preis einer anderen Einrichtung vergeben wurde, werden nicht berücksichtigt.
Dr. Geisenhofer-Stiftung
Prof. Dr. med. Bettina Kuschel
Leiterin der Sektion Geburtshilfe und Pränatalmedizin
Frauenklinik rechts der Isar der TUM
Ismaninger Str. 22
81675 München
Die Tiny Baby Collaborative (TBC) bietet eine Reihe von Webinaren an, die sich auf die Versorgung von extrem frühgeborenen Babys konzentrieren.
Zusätzlich bietet die Tiny Baby Collaborative auf ihrer Website eine spezielle Rubrik für Eltern an, die sich mit den einzigartigen Bedürfnissen von Babys beschäftigt, die in oder vor der 23. Schwangerschaftswoche geboren wurden.
Für weiterführende Informationen und Unterstützung können Eltern auch die Facebook-Gruppe "Empowering NICU Parents" besuchen, die darauf abzielt, Eltern während des Aufenthalts auf der neonatologischen Intensivstation (NICU) und darüber hinaus zu unterstützen und zu stärken.
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
wir freuen uns, Ihnen auch im nächsten Jahr eine feto/neonatale Akademie anbieten zu können.
Im Laufe eines Jahres werden wieder verschiedene Referenten die unterschiedlichsten Themen aus der Geburtshilfe und Neonatologie vorstellen und gemeinsam mit Ihnen besprechen. Jeder Monat steht unter einem anderen Schwerpunktthema und wird jeweils von einer Referentenin / einem Referenten bestritten. Zum Abschluss jedes Schwerpunktes haben Sie die Möglichkeit, Ihr Wissen online zu überprüfen.
Wir beginnen die Akademie am 08. Januar 2025, sie findet jeweils Mittwoch von 17.30 - 18.45 Uhr statt.
Die Veranstaltung erfolgt als virtuelle Präsenzveranstaltung. Teilnehmer, die zu diesem Zeitpunkt verhindert sind, erhalten die Möglichkeit, die Aufzeichnung der jeweiligen Lektion anzuschauen. Der Zugangslink (Zoom) für die jeweilige Veranstaltung wird spätestens drei Tage vorher verschickt.
Für Partner des Zentrum für feto/neonatale Gesundheit ist die Teilnahme kostenlos. Für Teilnehmer anderer Einrichtungen fällt eine Teilnahmegebühr für den kompletten Kurs (1 Jahr) in Höhe von 200 € an, alternativ ist die Teilnahme an monatlichen Schwerpunktthemen möglich, hier fällt eine Gebühr von 20 €/Monat an.
Weiterbildungspunkte werden von der Sächsischen Landesärztekammer vergeben. DIe feto/neonatale Akademie wird in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Perinatale Medizin (DGPM) durchgeführt.
Weitere Informationen und Anmeldung unter akademie@dskn.org.
Wir freuen uns auf ein spannendes Jahr mit Ihnen!
Mit besten Grüßen
Prof. Dr. Mario Rüdiger
PD Dr.med.Cahit Birdir
Wir möchten Sie herzlich einladen, an einer externen Forschungsumfrage teilzunehmen. Ihre Meinung ist von großer Bedeutung und trägt dazu bei, wertvolle Erkenntnisse zu gewinnen.
Worum es geht?
In Zusammenarbeit mit dem NeoIPC-Projekt (gefördert durch das Horizon-2020-Programm der EU) werden präventive Interventionen, wie Kangaroo Care, auf neonatologischen Intensivstationen (NICUs) untersucht.
Ziel ist es, Einblicke in aktuelle IPC-Praktiken zu gewinnen und diese später international zu vergleichen. Das Projekt wird von UENPS, dem NeoIPC-Team und der Italienischen Gesellschaft für Neonatologie (SIN) unterstützt und ist ein Schritt hin zu einem europaweiten Netzwerk.
Die Friedrich-Schiller-Universität Jena bietet wieder ab Oktober 2024 den berufsbegleitenden Weiterbildungsstudiengang „M. Sc. Integrative Onkologie“ an, der Online deutschlandweit studiert werden kann.
Durch das Online Format des Studiengangs können die Teilnehmenden bequem von überall aus studieren, ohne Wohnorts- oder Berufswechsel.
Unser Hintergrund: Krebserkrankungen stellen Behandelnde und Erkrankte vor komplexe Herausforderungen – sowohl medizinisch als auch persönlich. Um diese zu meistern, müssen Behandelnde über ihre eigenen Fachgrenzen hinweg denken und ganzheitliche Ansätze verfolgen. Im Studiengang Integrative Onkologie werden genau diese ganzheitlichen Ansätze evidenzbasiert fokussiert sowie interprofessionell gelernt und gelehrt. Das Ziel: Eine optimale Versorgungsstrategie gemeinsam mit den Erkrankten finden.
Unsere Zielgruppe: Der Studiengang richtet sich an alle Berufstätigen aus dem Gesundheitswesen, z.B. aus der Medizin, Psychologie, Pharmazie, Ergo- oder Physiotherapie oder den Ernährungs-, Sport-, Gesundheits-, Sozial-, Pflegewissenschaften.
Unsere Inhalte: Integrative Onkologie setzt sich aus vier Modulen und einem abschließenden Mastermodul zusammen:
Modul 1: Integrative Onkologie
All together now! Patient Empowerment fördern und Selbstwirksamkeit stärken durch umfassende Behandlungsansätze und laiengerechte Kommunikation — eine interdisziplinäre und berufsgruppenübergreifende Aufgabe.
Modul 2: Komplementäre Medizin
Was kann ich selber tun? Die häufigste Frage von onkologischen Patient:innen braucht kompetente Antworten — die komplementäre Medizin bietet sie.
Modul 4: Ernährung
Die „richtige“ Ernährung bei Krebs — (un-)möglich? Beim Thema Ernährung herrscht häufig große Unsicherheit bei Patient:innen. Dagegen braucht es große Sicherheit in der Beratung für erfolgreiche Therapieunterstützung.
Modul 4: Körperliche Aktivität
Die Therapie unterstützen durch körperliche Aktivität und Bewegung — das ist für Patient:innen mit Tumorerkrankung essentiell. Therapien werden (v)erträglicher und die Prognose verbessert sich.
Unsere Rahmenbedingungen:
- Sprache: Deutsch, Englisch (Literatur)
- Start: 14. Oktober 2024 (Bewerbungsfrist: 15. September 2024) Sie können sich nun offiziell bewerben über das Bewerbungsportal Friedolin 2.0 (https://friedolin2.uni-jena.de/qisserver/pages/cs/sys/portal/hisinoneStartPage.faces)
- Zulassungsvoraussetzungen: Hochschulabschluss mit mindestens einem Jahr Berufserfahrung
- 2x180 min Online-Seminar alle 3 Wochen (18-21 Uhr) + Online-Intensivwoche im 1. und 2. Semester
- zum Abschluss ein Präsenzwochenende in Jena
- Kosten: 4.300 €/Semester zzgl. anteiligem Semesterbeitrag
Weiterführende Informationen zum Masterstudiengang erhalten Sie unter www.master-integrative-onkologie.uni-jena.de
Interessenten wenden sich bitte an folgende E-Mail Adresse: master-integrative-onkologie@uni-jena.de oder telefonisch an: +49 3641 9-324663