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Stand: September 2010

 

 25. Kongress für Perinatale Medizin

01.-03. Dezember 2011
Berlin

Der 25. Deutsche Kongress für Perinatale Medizin – der primär interdisziplinäre und interprofessionelle Kongress perinatologischer Teams im deutschsprachigen Raum – wird Ende 2011 im ICC Berlin stattfinden.

Eröffnungsansprache des Präsidenten:

Eröffnungsrede des Präsidenten der DGPM am 01.12.2011 in Berlin

 Der Rückblick des Präsidenten der DGPM auf seine Amtszeit beinhaltet eine kritische Bestandsaufnahme der Entwicklung der Perinatalen Medizin in Deutschland in den zurückliegenden zwei Jahren.

 Der Anspruch an die Optimierung der Perinatalen Medizin erscheint aus der Perspektive der Inauguratoren, insbesondere Professor Saling, Berlin gerechtfertigt. Wir sind zu Recht gemeinsam stolz auf die Entwicklung der Perinatalen Medizin in Forschung und Versorgung in zurückliegenden Jahrzehnten.

 Qualitätssicherung der Perinatalen Medizin: Deutschland verfügt über sorgfältig erarbeitete qualitätssichernde Maßnahmen im Rahmen der Perinatalstatistiken. Umso mehr muss es betrüblich erscheinen, dass nunmehr anders als früher festgestellt werden muss: 

Die Kennzahlen für Perinatale Mortalität und mütterliche Sterblichkeit, die in Deutschland erfasst werden, zeigen im Vergleich mit den europäischen Nachbarländern und im Vergleich mit transatlantischer Evaluation nicht mehr ein optimales Ergebnis. Vielmehr wird in vergleichenden Studien, wie etwa in der europäischen Peristat, deutlich, dass Deutschland mittlerweile einen nur noch mittelmäßigen Qualitätsstandard besitzt. Dieses muss Ansporn sein die Ergebnisse der Versorgungsforschung zu verbessern, Strukturen und Abläufe zu optimieren.

 Populationsbezogene Daten: zu Recht wurde daraufhingewiesen, dass in Deutschland die Sammlung von populationsbezogenen Daten immer noch lückenhaft ist und darüberhinaus die Langzeitentwicklung der mütterlichen und kindlichen Situation unter Einschluss der psychosozialen Entwicklung nicht hinreichend evaluieren wird. Die deutsche Forschungsgemeinschaft, DFG, wurde in der zurückliegenden Amtszeit aufgerufen die Sammlung von populationsbezogenen Daten in Sinne eines zentralen Perinatalregisters zu ermöglichen. 

 Verantwortung der Perinatalen Medizin an der Grenze der Lebensfähigkeit beinhaltet die Wertung der Langzeitergebnisse: Im Rahmen der Veranstaltungen der Fachgesellschaft wurde hierbei die besondere Problematik der Grenze der Lebensfähigkeit bei früher Frühgeburt besprochen. Hier wurden nicht nur die ethischen und rechtlichen Probleme dargestellt, sondern auch auf die Notwendigkeit der Untersuchung der Langzeitentwicklung der Kinder hingewiesen, welche in Deutschland noch nicht hinreichend organisiert ist. Es ist erfreulich, dass in einer europäischen Studie, EPICE, eine prospektive Analyse, die unter Einschluss der Evaluation von Langzeitdaten durch die EU finanziert, auch in Deutschland begonnen hat.

 Richtlinien der geburtshilflichen Grundversorgung: die Erarbeitung von Richtlinien bezüglich geburtshilflicher Grundversorgung wurde in den zurückliegenden zwei Jahren seitens der Kolleginnen und Kollegen aus der Perinatalmedizinischen Gesellschaft intensiv bearbeitet und niedergelegt.

 Humanisierung der Klinikgeburt statt Forderung nach Hausgeburt.: wie die politische Diskussion unter Einschluss des Gesundheitsausschusses des Bundestages zeigte, besteht hier ein öffentliches Interesse. Die Deutsche Gesellschaft für Perinatale Medizin weist auf die Sicherheitsaspekte der Klinikgeburt gegenüber der Hausgeburt hin. Im Rahmen einer prospektiven Geburtsplanung und eines Risikomanagements erscheint der DGPM die Klinikgeburt als einzige die hinreichende Sicherheit zu erstellen. Die Berücksichtigung von den Aspekten einer Humanisierung und Berücksichtung der Salutogenese im Umgang mit den werdenden Müttern und den Familien wird von der DGPM betont. Durch entsprechende Strukturierung und Optimierung der Versorgungsabläufe wird die Geburtsklinikgeburt ein humaner und sicherer Ort des Gebärens sein.

 Forschungsleistung der deutschen Perinatalmedizin:

die Deutsche Gesellschaft für Perinatale Medizin hat sich in dem zurückliegendem Zeitraum mit den Forschungs und Strukturplanungen in Deutschland intensiv beschäftigt. Mit Sorge stellt die DGPM die Forschungs und Struktursituation an den Universitätskliniken in Deutschland fest. Die DGPM ist der Auffassung, dass nur durch Entwicklung selbstständiger Abteilungen mit adäquater Ausstattung eine Entwicklung der Perinatalen Forschung für die Zukunft gesichert wird. Die Deutsche Gesellschaft für Perinatale Medizin hat auf diesen Aspekt in offenen Briefen hingewiesen.

 Strukturentwicklung an deutschen Universitäten versus Optimierung der Perinatalen Medizin: bezüglich der Forschungsleistung im Bereich der Perinatalen Medizin ist insbesondere im geburtshilflichen Bereich dringender Handlungsbedarf. Hier wird in Zukunft durch gemeinsame Aktionen der Fachgesellschaften für Geburtshilfe, Frauenheilkunde und Kinderheilkunde eine Verbesserung erwirkt werden müssen.

 Danksagung an die Organisatoren: die Deutsche Gesellschaft für Perinatale Medizin verweist zu Recht mit Stolz auf eine mit Berlin assoziieret wertvolle Vergangenheit. Mit diesem Kongress und dem Zusammenkommen von perinatologisch Interessierten wird ein Ausblick auf die positiven Entwicklungsmöglichkeiten des nächsten Zeitraumes aufgezeigt Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Perinatale Medizin heißt alle Teilnehmer des Kongresses herzlich willkommen und bedankt sich insbesondere bei all jenen, die zum Gelingen des Kongresses durch die organisatorische Vorbereitung beigetragen haben.  

 Prof. Stephan Schmidt

 

Themenschwerpunkte 

  • Genetische Untersuchungen aus mütterlichem Blut
  • Kaiserschnitt – Eine Lösung oder ein Problem?
  • Folgen der demographischen Entwicklung
  • Zukunft der vaginalen Geburt
  • Männer bei der Geburt
  • Kühltherapie nach Hypoxie

 

Kongresswebseite: www.dpgm2011.de

 

 

 

Perinatalsymposium – München

Zertifiziert von DGPM - DGGG - DGPGM

Samstag, 9. Juli 2011

09.00h – 14.00h

 

Tagungsort

Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe-Innenstadt, LMU München

Maistraße 11; D - 80337 München

 

Wissenschaftliche Organisation

Prof

. Dr. K. Friese, Prof. Dr. F. Kainer, Prof. Dr. D. Grab, Fr. Prof. Dr. O. Genzel-Boroviczeny

 

 Themen

 

Pathologie und Schwangerschaft

Frühgeburt

 -Utrogest Tokolyse oder Zerklage,? – D. Surbek, Bern

CMV-Infektion – Wie soll man die Schwangere beraten? - K. Friese, München

Präeklampsie – Screening bereits klinisch relevant? - H. Stepan, Leipzig

Gestat

ionsdiabetes – Neue Leitlinie – ist sie praktisch umsetzbar? - F. Kainer, München

 

Perinatalmedizin

Brauchen wir Simulationstraining in der Geburtshilfe? - Heb S. Opitz, München

Frühgeburt mit 24 SSW – womit muss man rechnen. O. Genzel-Boroviczeny, München

 

Ultras

chall und Schwangerschaft

Ersttrimester – brauchen wir noch die Serumbiochmie? - O. Kagan, Tübingen

3 D – Sonografie – Tipps Tricks-Indikationen – K. Kalache, Berlin

Fetale Neurosonografie – Was sollte man erkennen? – K. Karl, München

 

Anmel

dung: vor Ort 

Lokale Organisation: Frau Elvira Mittermaier; Telefon 089/ 5160-4600; fax: 089/5160-4619, Email: elvira.mittermaier@med.uni-muenchen.de

 Gebüh

ren: 30 €

 

 


Basiskurs Geburtshilfe 2011Download Basiskurs Geburtshilfe 2011 (1,38 MB)

AnmeldeformularDownload Anmeldeformular (37,61 KB)

Onlineanmeldung: www.if-kongress.de  

 

 

 

 


 
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Deutsche Gesellschaft für Perinatale Medizin
Kormoranweg 45
12351 Berlin